Mallorca Cycle Club 2012

It’s been almost a month since the Rapha Cycle Club on Mallorca closed its doors, and I for one am missing it. I’m missing the sun, the sea, the riding, the food and I’m missing meeting hoards of interesting new people who came through the doors each day.

In fact, we were lucky enough to have more than 5000 of you come and visit us at some point. For some the visit was fleeting – quickly jumping off the bike to come and buy something – but most were happy to lean the bikes up outside, drink a coffee or two, sit around and chat, maybe even watch one of the Spring Classics. 

We had first-time riders, tourist riders, sportive riders, club riders, national squad riders, Commonwealth riders, Olympic riders and pro riders visit us. And God-forbid, even triathletes and mountain bikers too… There were British, Irish, American, Canadian, Mexican, Danes, Swedes, Norwegians, Finns, Dutch, Swiss, German, Italians, Australians, New Zealanders, Japanese, French and Belgians. And of course Spanish and Mallorquin riders. And I’m probably doing a disservice to many many more nationalities, for which I hereby apologise in advance. 

But my point is this; take Catalan, Castilian and Mallorqui as the ‘official’ languages on Mallorca, add a healthy portion of German and English expats and you’ve already got a wonderful mixing pot of cultures and languages. And every spring, the island is awash with more tourists on more bicycles than you’ve ever seen in your life, all speaking their own languages or something in between.

A Club is only made up by its members, and our Cycle Club on Mallorca was a pretty wonderful multi-cultural place to be, thanks to its visitors. Even in the rare cases where all usual linguistic channels failed, the common grounds of a love of cycling, a little bit of good coffee, a good race to watch on TV and the sun shining outside was all we needed. 

With that said, here are a few words from one of our visitors in her own language. And like all of those lucky enough to have spent some time on Mallorca this spring, don’t worry if you don’t necessarily understand the words, enjoy the pictures.

WORDS & PICTURES: Anja Christian

Mallorca ist speziell. Sehr viel deutsch. Sehr viel britisch (wie wir am Ende der Reise erfahren haben) und im Frühjahr überflutet von Radbegeisterten.

Für uns stand von Beginn an fest: Training muss auch mal anders buchstabiert werden.

Mallorca heisst für uns: Urlaub, Radfahren nach Lust und Laune und mit vollem Genuß, Landschaft und vor allem Berge genießen, auf die wir zu Hause verzichten müssen aber auch Erholung (aktiv und gerne auch malpassiv). Alles in allem: unsere eigenen Wege gehen, unsere eigenen Touren fahren und fernab von allen organisierten “Speed”, “Fitness“, “Fortgeschrittenen”- und “Cappuchino”-Gruppen ganz einfach dem nachgehen, was wir gerne tun und weshalb wir immer wieder nach Mallorca reisen.

Einrollen:

Ausschlafen. Ein erster Kaffee auf der sonnendurchleuchteten Terrasse unserer Unterkunft mit direktem Blick auf das türkisfarbene Meer. Nach unserer Ankunft am Samstag stand der Sonntag zunächst einmal voll im Zeichen des “Ankommens” – die ersten Sonnenstrahlen nach dem norddeutschen grauen Wetter zu Hause.

Am Montag stand nach ausgiebiger Frühstücks-Zeremonie fest: wir benötigen einen Mietwagen, den wir zu besonders günstigen Konditionen in Palma, ganz in der Nähe des Flughafens bekommen könnten. Da unser “Domizil” in Cala Rajada gelegen war, stand sehr bald fest: wir fahren mit den Rädern vom Nordosten in den Süden der Insel, um dort dann das Auto abzuholen und wieder zurück zu fahren.
Ein guter Plan. Eigentlich. Denn eigentlich war es an diesem Tag auch ziemlich stürmisch. Und eigentlich hatte unser Frühstück auch viel zu lange gedauert. Und eigentlich hätte man ein klein wenig früher zu dieser Etappe starten können.

Dennoch zum “Einrollen” eine schöne Tour. Schotterpisten inkusive. Stetiger Begleiter: sehr starker Wind. Nach einer langen Abfahrt auf einem idyllischen Weg in ein ebenso idyllisches Tal mussten wir ernüchtert feststellen, das “casa privado” uns nicht zum öffentlichen Ziel führt…also selbigen wieder hoch und auf hoffentlich richtigen Wegen weiter Richtung Fughafen. Das Auto wartet.

Die Dämmerung rückte näher. Mit einem großen Loch im Bauch (die Frühstückszeremonie lag nun doch schon einige Zeit zurück) erreichten wir vom Wind gebeutelt das Industriegebiet nahe des Flughafens.

Etwas verzweifelt, da unsere Autovermietung scheinbar unter den hier ansässigen nicht zu finden schien, rollten wir auf den Parkplatz einer Vermietung, bei der wir nach dem weiteren Weg fragen wollten. Und das Gück meinte es gut mit uns: angekommen. Ziel erreicht. Unser Auto stand exakt hier bereit.

Bei Sonnenuntergang nun noch schnell die Räder in den nicht ganz geräumigen Opel Corsa gestapelt und los. Ein paar Kekse von der nächstgelegenen Tankstelle gegen den ersten Hunger. Und glücklich.

Ein besonderer-und auch etwas lustiger Auftakt.

Beispiel-Touren:

Ein besonderes Highlight war sicher unser Aufstieg zum höchsten Berg der Insel: Puig Major (1445 m) Das Auto im kleinen Ort Lloseta (nahe Inca) geparkt, ging es von dort über den Orient, Coll de Hono, Bunyola, Coll de Soller und Soller schließlich die 13 km Anstieg hinauf Richtung Puig Major um von dort am Kloster Lluc vorbei wieder hinunter Richtung Lloseta zu fahren.

Ein beeindruckender Anstieg, den wir-aufgrund der erneut etwas späteren Uhrzeit-mal wieder so gut wie alleine genießen konnten.
Gerade noch kurz bevor der Kiosk am Kloster Lluc für diesen Tag schließen sollte, konnten wir hier noch ein Getränk zu uns nehmen.
Und wieder dämmerte es und die Sonne verabschiedete sich langsam, als wir glücklich am Auto ankamen.

Ein weiteres Highlight und zugleich krönender Abschluss unserer diesjährigen Mallorca-Reise war sicherlich die Küstentour im Westen der Insel.

Ausgangspunkt Santa-Maria. Von dort über Esporles, Penyal des Grau, Puigpunyent und Coll de Galilea nach Andratx, über den Coll de Sa Gremola, Coll des Pi, Estellences und Banyalbufar schießlich aufgrund der-man kann es sich denken- einsetzenden Dämmerung zurück nach Santa Maria.

Es sind die Berge und die wunderschönen Küstenstrecken im Westen, die uns auf Mallorca so sehr faszinieren. Dort, wo man noch auf Menschen treffen kann, die weder deutsch noch englisch sprechen, dort, wo man berauschende Glücksgefühle hat, wenn man “oben” ist.

Tolo ruft zum Time Trial:

Eine spaßige und gern mitgemachte Abwechslung war gegen Ende der Reise das alljährlich stattfindende “Time Trial” von Tolo’s Restaurant in Port Pollenca, bei dem wir-für unsere Verhältnisse viel zu früh-an den Start gehen “durften”. Noch kaum bei allen Sinnen fiel der Startschuss um Punkt 9 Uhr. Kontrastprogramm. Ein Spaß, für den es sich aber gelohnt hat, das Frühstück auch mal frühzeitiger einzunehmen. Ein Dank an dieser Stelle auch fürs tatkräftige Anfeuern an der Strecke!

Dank der nicht weniger unterhaltsamen Rapha-Mitstreiter haben wir es gemeinsam sogar noch über die Siegerehrung hinaus ausgehalten (Jack, wir hoffen, Du bist nicht allzu sehr enttäuscht, dass die nette Bedienung am Ende dann doch ihrem wahren Job nachgegangen ist ;-)

Selbstverständlich und abschließend auch ein Besuch im Rapha Cycle-Club in Alcudia. Und dort mit Abstand: the finest coffee on the island…!

Zusammenfassen können wir sagen: ein wieder einmal grandioser Urlaub auf Mallorca. Und wie jedes Jahr: irgendwie anders…

Wir vermissen die Berge, die Landschaften, die Sonne…und freuen uns jetzt schon aufs nächste Jahr.